Fernstudium Zertifizierter Datenschutzbeauftragter

Per Fernstudium Datenschutzbeauftragter zu werden, ist dank verschiedener Bildungsangebote problemlos möglich. Die IHK, der TÜV und viele weitere Institutionen halten entsprechende Seminare und Fernlehrgänge zum Datenschutz bereit. Wer berufsbegleitend umfassende Kenntnisse auf diesem Gebiet sammeln und Anteil an der Umsetzung des Datenschutzes haben möchte, sollte die Möglichkeit eines Datenschutz-Fernstudiums durchaus in Erwägung ziehen.

Was ist Datenschutz?

Bevor es darum geht, sich als Datenschutzbeauftragter zu qualifizieren und ein entsprechendes Fernstudium in Angriff zu nehmen, stellt sich die Frage, was man konkret unter Datenschutz versteht. Grundsätzlich werden unter diesem Oberbegriff alle Maßnahmen und Bemühungen zusammengefasst, die eine missbräuchliche Datenverarbeitung verhindern sollen. Der Schutz des Persönlichkeitsrechts auch in Zusammenhang mit modernen Medien sowie der Schutz der Privatsphäre bei der Datenverarbeitung sind somit die zentralen Säulen des Datenschutzes.

Datenschutz im Internet

Datenschutz ist vor allem im Internet ein großes Thema, auf das die Verbraucher immer sensibler reagieren. Heutzutage ist das WWW nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken und wird beispielsweise als Kommunikationsplattform oder auch für eine virtuelle Shoppingtour genutzt. Online-Banking ist zudem für immer mehr Menschen eine absolute Selbstverständlichkeit. Die intensive Nutzung digitaler Angebote birgt aber auch Gefahren und wird zunehmend von Cyberkriminellen ausgenutzt. Oftmals werden aber auch die persönlichen Daten, die man online vielfach verteilt, missbraucht. Ein wichtiger Punkt, der dem entgegenwirken soll, ist der Datenschutz im Internet. Dieser sieht einen adäquaten Schutz der Daten vor und räumt Nutzern Anonymität im Internet zu. So soll der Verbraucher selbstbestimmt entscheiden können, welche Daten erhoben werden und inwiefern diese genutzt und weitergegeben werden dürfen.

Behördlicher Datenschutz

Auch der behördliche Datenschutz ist nicht zu verachten. Die Behörden haben behördliche Datenschutzbeauftragte berufen, die als Datenschutzfachkräfte vor Ort in Erscheinung treten und die komplexen Prozesse innerhalb des behördlichen Datenschutzes unterstützen. Im Wesentlichen kümmern sie sich um die Koordination sämtlicher Maßnahmen der Behörde, die dem Datenschutz dienen. Darüber hinaus sind behördliche Datenschutzbeauftragte die zentralen Adressaten für Datenschutzfragen.

Datenschutzbeauftragte/r – Qualifizierung, Aufgaben und Karriere

Die Position des Datenschutzbeauftragten hat in den vergangenen Jahren massiv an Bedeutung gewonnen, was vor allem auf die zunehmende Wichtigkeit der digitalen Medien zurückzuführen ist. Folglich handelt es sich um ein noch recht junges Berufsbild, für das keine geregelte Berufsausbildung existiert. Die Qualifizierung erfolgt daher stattdessen beispielsweise über IHK-Seminare oder ein Fernstudium bei einem privaten Bildungsanbieter.

Die zentrale Aufgabe eines Datenschutzbeauftragten besteht darin, den Datenschutz zu organisieren und für dessen Einhaltung Sorge zu tragen. Dabei kann man als interner Mitarbeiter als Datenschutzbeauftragter fungieren oder auch als externer Experte in Erscheinung treten. Beschäftigungsmöglichkeiten können sich für Datenschutzbeauftragte einerseits in nahezu allen Bereichen der freien Wirtschaft und zudem auch auf behördlicher Ebene ergeben.

Maßgebend für eine Tätigkeit als Datenschutzbeauftragter sind in der Bundesrepublik Deutschland § 4f und § 4g Bundesdatenschutzgesetz. Zusätzlich existieren noch weitere Vorschriften auf Landesebene sowie weitere Gesetze, die diesbezüglich von Bedeutung sind. Erfolgt eine automatisierte Verarbeitung von personenbezogenen Daten müssen die folgenden Stellen einen Datenschutzbeauftragten bestellen:

  • öffentliche Stellen
  • Vereine und Unternehmen, an denen mehr als neun Personen beteiligt sind

Zertifizierter Datenschutzbeauftragter per Fernstudium werden

Die Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten kann mitunter auch per Fernstudium erfolgen und lässt sich als solches gut mit dem beruflichen Alltag des Teilnehmers vereinbaren. Wer sich künftig verstärkt dem Datenschutz widmen möchte, hat so im Rahmen eines Fernkurses die Chance, berufsbegleitend die betreffende Qualifikation zu erlangen. Nicht selten erfolgt die Zertifizierung über die Industrie- und Handelskammer, so dass es sich bei dem Fernlehrgang um ein IHK-Seminar zum Datenschutzbeauftragten handelt. Als zertifizierter Datenschutzbeauftragter IHK weiß man um die rechtlichen Grundlagen des Datenschutzes sowie die technischen Herausforderungen der IT-Sicherheit. Wenn es um eine Qualifizierung für den betrieblichen Datenschutz geht, sind zertifizierte Datenschutzbeauftragte mit IHK-Abschluss daher sehr gefragt.